Margarete Hohner

22.02.2021 / freudvolle kreative Experimente aus der roten Küche

23.02.2021 9:45 keine Kommentare

Eintrag vom Montag, 22.02.2021/ 21:25 Uhr

 

Eine neue Begeisterung hat mich erfasst, seit ich alleine wohne.

 

Das Kochen.

 

Nein, ich muss es anders nennen.

 

Es muss heißen: Künstlerisch kreativer Umgang mit Lebensmittel.

 

Doch dieser Akt ist mir heilig.

 

In Freude schnipsle ich langsam das Gemüse, das gerade dran kommen möchte und verbinde es mit Lebensmittel, mit denen es in Verbindung kommen möchte.

 

Primär ist mir wichtig, dass es gesund und regional ist und kein Blut enthält.

 

Frei kreiere ich in meiner roten Hexenküche Gerichte, die meist undefinierbar aussehen, mich aber dennoch erfreuen.

Mir macht das wirklich Spaß.

 

Rezepten strikt zu folgen, ist gar nicht mein Ding, sie inspirieren mich zwar oft und ich modifiziere dann nach Lust, Liebe und Vorrat.

 

Ich fühle mich jetzt nicht mehr als Versager, etwas nicht richtig hinbekommen zu haben.

Hier in meiner Küche gibt es kein richtig.

Allerdings auch kein falsch.

Hier regiert der Moment meiner kulinarischen Lust.

 

Was nicht schmeckt, wird so oft verändert, wie es eben verändert werden möchte.

Das mit dem Würzen darf ich noch lernen.

Nicht alles passt zusammen, wobei ich bemerkt habe, dass immer Süßes gerne auch Salz und/oder zB Essig möchte und Saures gerne süßes Obst oder zB Sirup oder Mus.

Die Gerichte kann ich nicht mal benennen, geschweige denn ein Rezept erklären, da es niemals gleich wird.

 

Ich koche davon meist so viel, dass ich Portionen einfrieren und täglich in die Arbeit mitnehmen kann.

 

Lass mich erklären, was es zB heute war: Grüne Suppe mit Orangen, Reis und Pilzen an Vogerlsalat mit Kürbiskernen und Senfvignairette sowie Schokonachspeise aus roten Kidneybohnen mit Heidelbeeren, Joghurt und Mandelsplittern.

 

Ich finde das witzig. Komplett verrückt, schier unmöglich und neu für mich.

 

Gute Nacht, wer auch immer das liest. <3

 

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