Margarete Hohner

01.04.2020 – Auszeit: ich schreibe einfach mal

2.04.2020 6:56 keine Kommentare

 

01.04.2020/ 10:58 Uhr

Stell dir mal folgendes vor:
es gibt hier Menschen, die kontrollieren was wir schreiben, posten, und sie zensieren uns.
Wir wissen dass es so ist.
Diese Menschen hat es immer schon gegeben und wird es immer geben.
Selbst Frau Rosarot Margarete ist das bewusst.

Jetzt stell dir noch was vor.
Selbst in diesem Zensierer sitzt irgendwo tief drinnen ein Herz.
Welch ein Schmerz muss da in solchen Menschen herrschen, Gutes zu löschen. Gegen sich selbst zu wirken.

Lass dir das mal auf der Seele zergehen.

Alles was ich tue, was ich schreibe, wofür ich bete,
möge diesem Herz dienen, es erwecken, es wach machen, an etwas erinnern, Liebe dort aktivieren wo Bitternis herrscht.

Denn –
auch ich habe in meinem Leben oft gelöscht und zensiert, verglichen und mich selbst oft stärker gemacht als dich, mich selbst erhoben und über andere hinweg entschieden, aus anderen Gründen als der Liebe.

Möge sich das Auflösen dürfen.
Möge es Zeit für die Wahrhaftigkeit von uns allen werden.
Was auch immer das bedeutet.

Du und ich, wir sind nicht zwei.

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01.04.2020/ 13:56 Uhr
Täglich bekommen wir Nachrichten und Fotos wie es unseren kleinen Freund Adrian geht.

Er genießt nach wie vor die Tage in der Wohnung nur mit seiner Mama.
Sie hält sich tapfer und macht wirklich bewundernswert das Beste draus.

Heute fragt ihn seine Mama wieder, ob sie dann gemeinsam auf den Balkon gehen.

„Mama, nein, jetzt noch nicht. Ich möchte noch meine Freiheit genießen. Später dann.“
😀😀  

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01.04.2020 – 17:18 Uhr

Ist es jetzt für die Welt wesentlich, zu erzählen, dass ich mir täglich abends einen heiligen Raum bereite, mit Räucherwerk, Hölzern aus Peru, Kerze und mit Tee gestalte?

Nein, ist es nicht.

Gerne würde ich erzählen, dass ich heute xyz gerettet habe. „Der Lösung“ auf der Spur bin, Kinder und Tiere glücklich gemacht habe – irgendwelche wichtige Heldentaten halt. Kann ich aber nicht.

Das Leben hat mich jetzt auf diesen Platz gestellt.
Das ist jetzt einfach Fakt.
Keine Heldentaten möglich.

Und doch rette ich täglich, das gerade da ist.

Ich bringe meine heilige Ruhe in Sicherheit.
Hüte diese.
Das ist grad – wie es scheint – meine einzige Aufgabe.

Sie ist so angeschlagen und müde.

Sie wurde jahrelang ignoriert, sie hat niemals wirklich regelmäßig hier auf Erden Platz nehmen dürfen.
Nicht in „meiner“ Welt.

Jetzt sind wir fast gezwungen, miteinander zu sein.

Ich tue was ich kann.
Reiche ihr alles was möglich ist, um es gut für sie zu machen.

Und täglich Abends, haben wir unser ganz großes Date.
Da wo ich speziell für sie einen heiligen Raum schaffe.
Sie respektiere, schätze und ehre.

Wach und staunend.

Was denkst du?